Tina Šulc Resnik ist freischaffende Videokünstlerin und absolvierte ihr Studium der Visuellen Kommunikation an der Fakultät für Design in Ljubljana. Sie arbeitet als Videografin, Multimedia-Künstlerin, Animatorin sowie als Live-Visual-Artist. In ihren eigenen künstlerischen Arbeiten erforscht sie die Sprache der Natur, das Erbe der Erinnerung sowie die Bedeutung von Orten und Zeiten.
Als Videokünstlerin arbeitet sie mit Theatern und Festivals zusammen, darunter das Festival Mesto žensk, das Festival neodvisne ilustracije, die Glasbena matica sowie das Gledališče Glej. Mit ihren Videowerken (Messy Flow, Umik, Distorzija, Prisluhni Istri, Trees in Life) war sie auf zahlreichen nationalen und internationalen Festivals, in Galerien und Museen vertreten, darunter Animateka, Kino Otok Izola, das Slowenische Filmfestival Portorož, das Luksuz Festival, Svetlobna Gverila, Punto y Raya, das Video Art Forum in Saudi-Arabien, das Czong Institute for Contemporary Art in Südkorea, die Muestra Internacional de Videoarte y Cine Experimental in Kolumbien sowie das Electrofringe Festival in Australien.
Das Projekt erzählt die Geschichte des Vaters der Künstlerin, der während des Zweiten Weltkriegs im Arbeitslager Templin bei Berlin als Kind slowenischer Vertriebener geboren wurde. Seine Eltern lernten sich im Arbeitslager kennen und verliebten sich dort. Die Familie lebte bis zum Ende des Krieges in diesem Lager. Aus dieser Zeit ist im Familiennachlass nur eine einzige Fotografie erhalten geblieben, die die Künstlerin rekonstruieren und in eine erzählerische Form übersetzen möchte.
Die Geschichte ihres Vaters ist die Geschichte einer Geburt im Exil – eine Erfahrung, die ihn sein Leben lang begleitete, still und unausgesprochen. Im Projekt untersucht die Künstlerin, wie sich Trauma in den Körper, die Sprache, die Persönlichkeit und schließlich in die gesamte Familie einschreibt. Es handelt sich um ein sehr persönliches Zeugnis und um den Versuch, etwas zu entwirren, das sie selbst tief geprägt hat.
Das interdisziplinäre audiovisuelle Projekt entsteht als Verbindung dokumentarischer und künstlerischer Videosequenzen, Klangaufnahmen, Archivmaterials sowie atmosphärischer Rekonstruktionen von Räumen und Erfahrungen.





