7. – 11. 10. 2026

Slowenien auf der Frankfurter Buchmesse 2026

Messe Frankfurt
Ludwig-Erhard-Anlage 1, 60327 Frankfurt am Main

Die Frankfurter Buchmesse, die größte Buchmesse der Welt, findet in diesem Jahr vom 7. bis 11. Oktober statt. Der slowenische Nationalstand, den die Öffentliche Agentur für das Buch der Republik Slowenien (JAK RS) organisiert, befindet sich in diesem Jahr an einem neuen Standort in Halle 3.1 (C35). Am Stand wird die aktuelle Produktion slowenischer Verlage präsentiert, außerdem werden die neuesten Übersetzungen slowenischer Autorinnen und Autoren ausgestellt. An den Arbeitsplätzen werden Vertreterinnen und Vertreter der Verlage Goga, Malinc, Miš, Pivec und Sodobnost anwesend sein. Der Verlag Mladinska knjiga nimmt mit einem eigenen Stand an der Messe teil, der sich in unmittelbarer Nähe des slowenischen Nationalstands befindet.

Im Rahmen der Buchmesse ist die JAK RS Mitveranstalterin von drei Veranstaltungen – zwei auf dem Messegelände und einer außerhalb –, die sich thematisch voneinander unterscheiden und damit ein vielfältiges Spektrum an Themen aus den Bereichen Buch und Verlagswesen abdecken.

Am Donnerstag, den 8. Oktober, um 17.00 Uhr tritt beim Open Books Festival, dem Literaturfestival, das die Buchmesse traditionell mit Veranstaltungen in der ganzen Stadt begleitet und jedes Jahr zahlreiche Autorinnen und Autoren zur Präsentation ihrer neuesten Bücher begrüßt, Aleš Šteger auf, einer der meistübersetzten zeitgenössischen slowenischen Dichter und Schriftsteller. Im Gespräch mit dem deutschen Lektor und Verleger Thorsten Ahrend spricht er über seinen neuesten Roman Ogenj (Feuer), der im August mit Unterstützung der JAK in der deutschen Übersetzung von Matthias Göritz im Wallstein Verlag erschienen ist. Die Veranstaltung findet im Rahmen des Festivals im Großen Saal der Evangelischen Akademie Frankfurt (Evangelische Akademie Frankfurt, Römerberg 9) statt.

Am Freitag, den 9. Oktober, um 16.00 Uhr findet am Nationalstand des diesjährigen Gastlandes Tschechien in Halle 3.1 (Czechia Stand, C65) ein Gespräch unter dem Titel „Silent Books – Loud Stories / Stille Bilderbücher – laute Geschichten“ statt.

Geschichten ausschließlich mit Bildern zu erzählen, ist so alt wie die Menschheit selbst, denn die ersten Geschichten wurden mit Zeichnungen an den Wänden prähistorischer Höhlen erzählt. In den vergangenen Jahren entdecken wir die Kraft visueller Kommunikation neu. Ist dies eine Folge des beschleunigten Lebenstempos und der Informationsflut? Oder spiegelt sich darin die Globalisierung wider? Für wen sind Bücher ohne Buchstaben und Zahlen überhaupt gedacht? Drei mitteleuropäische Künstlerinnen sprechen über den Trend zu textlosen Bilderbüchern und berichten über ihre eigenen Erfahrungen damit.

An dem Gespräch nimmt die mehrfach ausgezeichnete slowenische Illustratorin Marta Bartolj teil. Das Gespräch mit ihr und der tschechischen Musikerin und Autorin textloser Bilderbücher Martina Trchová wird von der tschechischen Illustratorin und Schriftstellerin Renáta Fučíková moderiert. Diese Veranstaltung sowie die folgende sind Teil des offiziellen Programms des tschechischen Ehrengastauftritts und erhalten dadurch eine größere Sichtbarkeit und mediale Aufmerksamkeit.

Am Samstag, den 10. Oktober, um 10.15 Uhr findet ebenfalls am Nationalstand des diesjährigen Gastlandes Tschechien in Halle 3.1 (Czechia Stand, C65) ein Gespräch unter dem Titel „Reading as a National Discipline: How to Promote Reading, and Why We Need to Read in Depth Today / Lesen als nationale Disziplin: Wie lässt sich das Lesen fördern und warum ist tiefgehendes Lesen heute so wichtig?“ statt.

Tschechien und Slowenien verfügen über eine lebendige Lesekultur. Dennoch stehen beide Länder vor neuen Herausforderungen, etwa dem Einfluss digitaler Technologien auf die Konzentrationsfähigkeit, dem Rückgang der regelmäßigen Buchleserinnen und -leser und der zunehmend schwächeren Fähigkeit, längere und anspruchsvollere Texte zu lesen. Wie lässt sich das Lesen fördern und wie kann man Kindern und Erwachsenen vermitteln, dass Lesen keine Belastung, sondern ein wesentlicher und sinnvoller Bestandteil des Lebens ist?

Martin Vopěnka stellt die tschechische nationale Kampagne „Čti za nároďák!“ („Lies für die Nationalmannschaft!“) vor, deren Ziel es ist, das Lesen wieder stärker in den Alltag zu integrieren und Kinder wie Erwachsene zum Lesen zu motivieren. Miha Kovač stellt die slowenische Perspektive vor, die auf dem Ljubljana Reading Manifesto basiert und die Bedeutung des tiefgehenden Lesens hervorhebt. Was verbindet Tschechien und Slowenien? Was können die beiden Länder voneinander lernen?

An der Podiumsdiskussion nehmen Dr. Miha Kovač von der Philosophischen Fakultät der Universität Ljubljana und der tschechische Schriftsteller Martin Vopěnka teil. Moderiert wird das Gespräch von Guillaume Basset.

SKICA DE
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