Anmeldung: www.eventbrite.de
Sprache: Englisch
Was bedeutet es für Design, wenn Materialien nicht perfekt sind?
Was bedeutet es für Design, wenn Materialien nicht perfekt sind? Next! Young European Design von EUNIC Berlin und Aedes bringt junge Designer:innen aus elf europäischen Ländern zusammen, um Holz im Kontext von Klimawandel, Ressourcenknappheit und neuen Produktionsweisen zu diskutieren. Unter dem Titel The Imperfect Future – WOOD: Design between Symbiosis and Standardisation untersucht die Veranstaltung, wie Gestalter:innen heute auf unvollkommene Materialien, langsame Wachstumszyklen natürlicher Ressourcen und die Spannung zwischen handwerklichem Wissen und industrieller Standardisierung reagieren.
In Kurzvorträgen stellen die teilnehmenden Designer:innen und Studios ihre Projekte vor – diese reichen von experimentellen Möbeln über materialbasierte Forschung bis hin zu ortsspezifischen Designmethoden. Einige arbeiten mit lokal gewonnenem oder wiederverwendetem Holz, andere erforschen neue Formen vor dem
Hintergrund natürlicher Wachstumsprozesse oder entwickeln nachhaltige Strategien für langlebige Produkte.
Die anschließende Diskussion greift Fragen nach Herkunft, Nutzung und Zukunft des Materials Holz auf – und danach, wie Imperfektion, Reparierbarkeit und Materialgrenzen zu produktiven Ausgangspunkten für zeitgenössisches Design werden können.
Der Lab Talk ist Teil des mehrtägigen Programms Next! Young European Design, das Studiobesuche, Workshops und Austauschformate für die teilnehmenden Designer:innen umfasst. Das Programm entsteht in Kooperation u. a. mit dem Werkbundarchiv – Museum der Dinge, dem Studiengang Holzgestaltung der Fakultät Angewandte Kunst Schneeberg, dem Projekt BeFallen – Art from Infestation und dem Studio J.Mayer.H.
Programm
Begrüßungund Einführung
- Dunya Bouchi, Aedes, Berlin
- Saša Šavel Burkart, Leiterin des Slowenischen Kulturzentrums – SKICA Berlin und Federführung von Next! Young European Design bei EUNIC Berlin
- Simona Binko, Kunsthistorikerin und Kulturmanagerin / Kuratorin von Next! Young European Design, Berlin
Präsentationen
- Jakob Niemann, Österreich
- Mirjam und Markus Pärnamets, House of Pärnamets, Estland
- Henri Judin, Design Studio Judin, Finnland
- Lucy O’Sullivan, Irland
- Cathy Wolter, Luxemburg
- Pim van Baarsen, Niederlande
- Beata Mielus, Polen
- Cezar Blînda, LUN. Studio, Rumänien
- Richard Seneši, Slowakei
- Aljaž Celarc, Hiša Mandrova, Slowenien
- Darren Appiagyei, Großbritannien
Diskussion
mit den Designer:innen und dem Publikum, moderiert von Simona Binko
Aljaž Celarc (Plateau Residue), Hiša Mandrova, Slowenien
Hiša Mandrova ist eine kreative Initiative des Studios Plateau Residue, die sich der Wiederbelebung traditioneller Holzbaukultur widmet, mit einem Schwerpunkt auf lokaler Zimmerei und regionaler Bauweise.
Seit 2021 bietet sie Workshops im Behauen von Holz, im Holzrahmenbau und in der Herstellung von Holzschindeln an, an denen bislang über 500 internationale Teilnehmende mitgewirkt haben.
Gegründet wurde Hiša Mandrova von Aljaž Celarc – Geograf, Dokumentarfilmer und Handwerker – sowie von Eva Pavlič Seifert. Der Leitgedanke lautet „vom Baum zum Produkt“. Im Jahr 2024 wurde Celarc von der Handwerkskammer Sloweniens zum Ehrenhandwerksmeister ernannt.











