1. – 31. 10. 2026

Urban Zorko

Arist in Residence
Berlin

Urban Zorko ist Filmregisseur, Drehbuchautor, Dramaturg und Dokumentarfilmer und arbeitet in den Bereichen Film, Theater und Publizistik. Nach seinem Studium der Vergleichenden Literaturwissenschaft und Literaturtheorie gründete er 2011 das Produktionshaus EnaBanda mit. In seiner Arbeit verbindet er fiktionale und dokumentarische Ansätze.

Zu seinen Filmen zählen unter anderem Zelena utopija (2013), der Kurzfilm Jašek (2016), die Dokumentarfilme Paragraf številka 1 (2018) und Betonske sanje (2020), die Omnibus-Projekte Kratki rezi (2019) sowie die mit dem Vesna-Preis ausgezeichnete Serie Zgodbe s prepiha (2024). Er ist Alumnus der Plattformen Sarajevo Talents und Berlinale Talents. Sein künstlerischer Ansatz ist geprägt von einer Verbindung aus magischem Realismus und anthropologischer Beobachtung.

Neben seiner Tätigkeit als Filmemacher arbeitet er auch als Dramaturg und Videogestalter. Dabei verbindet er Erfahrungen aus unterschiedlichen Bereichen des narrativen Schaffens – von Literatur und Theater bis hin zu Radio, Fernsehen und Film. Diese Vielfalt der Ausdrucksformen zeigt sich auch in seinen weiteren Filmprojekten, darunter die Kurzfilme Adijo Ana (2023) und Cerkniško jezero: CIKEL (2022), seine Mitarbeit am abendfüllenden Dokumentarfilm City of Light / Mesto luči (2017), der umfangreiche Ensemblefilm Ensemble sowie das derzeit in Entwicklung befindliche abendfüllende Dokumentarfilmprojekt Kako smo rešili Evropo.

Sein neuester Langfilm Jutro s Hudičem, entstanden in Partnerschaft mit der Produktionsfirma Mono-o, befindet sich derzeit in der Postproduktion.

Im Rahmen einer Künstlerresidenz in Berlin entwickelt er sein neues Projekt, den abendfüllenden Dokumentarfilm Nedeljska kosila, der sich mit dem Spektakel des familiären gemeinsamen Essens auseinandersetzt. Anhand des Protokolls dieses Rituals erforscht der Film Intimität, Bündnisse, Verrat sowie den ewigen Kampf um Zugehörigkeit und die Suche nach einem Gleichgewicht zwischen individuellen und kollektiven Interessen.

Dieses intime und zugleich spektakuläre Ritual der Stabilität, geprägt von den Vorstellungen der Beteiligten von idealen Beziehungen, wird anhand von vier unterschiedlichen Geschichten, Ländern und Kontexten inszeniert.

Ziel der Berliner Residenz ist die Zusammenarbeit mit Produzent:innen vor Ort sowie die Weiterentwicklung der ästhetischen und narrativen Methode des Films.

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